Folgen unserer CO2-Emissionen

Werden die nachfolgenden Generationen viel stärker erleben

Letzte Woche las ich in der Zeitung: „Sommer 2003 war heißer als 2018“. Wenn man weiter liest, stimmt es gar nicht. Der Zeitraum von April bis August könnte die heißeste und trockenste Periode seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 gewesen sein.

Es gibt keine Gründe so weiter zu machen. Die Bedrohung liegt nicht weit in der Zukunft. Waldbrände, Ernteausfälle und Dehydrierung sind doch schon Probleme der Gegenwart.

Der Klimaschutz macht zudem nicht alle glücklich: Einige Unternehmen verlieren ihr Geschäftsmodell, Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze. Hausbesitzer sollen Strommasten, Windräder oder Biogasanlagen in ihrer Nähe dulden und setzen sich zur Wehr.

Trotzdem dürfen wir GRÜNEN nicht aufgeben. Das sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig. Wie wohl unsere Kinder und Enkel auf den Klimawandel reagieren werden?

Denke global, handle lokal!

Klimaschutz kann auch Spaß machen, wenn man seine Werte überdenkt. Wer gerne in ferne Länder reist, ein dickes Auto fährt oder an Steaks Gefallen findet möchte nicht so gerne auf diesen Luxus  verzichten. Die CDU zeigt mit dem Finger auf die Anderen, aber die eigenen Versäumnisse sind nicht zu übersehen. In Düsseldorf und in 26 weiteren Kommunen in NRW wurden 2017 die Stickstoffdioxid-Grenzwerte überschritten, aber nach den Vorgaben der Landesregierung wurde ein Luftreinhalteplan für Düsseldorf ohne Dieselfahrverbot erstellt.

Die CDU-Fraktion hat im Sommertheater die Rolle der Klimaschutzpartei übernommen. Sie waren die einzige Partei für die Energieagentur des Rhein-Sieg-Kreises, obgleich die Kommunalaufsicht mitgeteilt hatte, dass es sich um freiwillige Leistungen handelt. Die Energieberatung unserer Bürger kann durch andere Akteure wahrgenommen werden. Siehe z.B.: 

www.dena-expertenservice.de oder www.bafa.de oder www.klimaschutz.de/mini-kwk

Wenn es nach RWE geht, soll der Hambacher Wald dem Tagebau weichen. Obwohl die Kohle-Kommission gerade über den Kohleausstieg verhandelt, will der Energiekonzern Fakten schaffen und den letzten Rest abholzen.

2017 hat unser Ratsmitglied, Berthold Gebracht, zum Klimaschutzpreis geschrieben:
So dürfen neuerdings Einzelpersonen nicht mehr berücksichtigt werden, wenn deren Projekte nicht öffentlich zugänglich oder nutzbar sind. Für uns GRÜNE ist jede Klimaschutz technische Maßnahme im privaten Bereich ein Gewinn für die Allgemeinheit (CO²- Einsparung etc.) – ganz abgesehen von der Vorbildfunktion.
Wenngleich wir natürlich diese Initiative als Anreiz zu Klima bewusstem Verhalten für viele kommunale Gruppen und Vereine grundsätzlich sehr begrüßen, möchten wir andererseits an dieser Stelle nicht verhehlen, dass die Stiftung dieses Preises dem europaweit operierenden Großkonzern RWE offenkundig auch dazu dient, sein stark ramponiertes öffentliches Ansehen aufzupolieren“.

Einen schwungvollen Start in das neue Schuljahr!!

Tarja Palonen-Heiße

Fraktionsvorsitzende

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