Bioenergiepark in Saerbeck aus der Luft Foto: Hans Lüttmann

Bioenergiepark in Saerbeck aus der Luft Foto: Hans Lüttmann

Gefesselte Windenergie statt entfesselter Wirtschaft in NRW

Kurz vor der Weltklimakonferenz in Bonn erwähnte die neue Landesregierung den Klimaschutz zwar wichtig, aber gleichzeitig legt sie der Windenergie in NRW aber die Fesseln an und verunsichert mit ihrem Entwurf für einen Windenergieerlass Kommunen und Unternehmen. Gleichzeitig verweist Minister Pinkwart auf die wichtige Rolle der Kohlekraftwerke für die Versorgungssicherheit und hat dann noch die Stirn, der rot-grünen Vorgängerregierung ideologisch motivierte Politik vorzuwerfen.

Monika Düker (Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW) sagt: „Für Nordrhein-Westfalen ist es eine große Ehre, Gäste aus den ganzen Welt begrüßen zu dürfen. Gleichzeitig ist unsere Rolle als gastgebendes Land auch eine Verpflichtung beim Klimaschutz voranzugehen und die eigenen Klimaziele ernst zu nehmen. Als Gastgeber*in kann man nicht als Letzte*r eintrudeln. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt verhandeln in Bonn darüber, wie wir das Klima mit konkreten Maßnahmen retten können. Die schwarz-gelbe Landesregierung im wenige Kilometer entfernten Düsseldorf dagegen bekennt sich zur Braunkohle und kämpft gegen Windräder. Das passt nicht zusammen.“

Das übergeordnete Ziel des Klimaschutzgesetzes NRW ist: Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in NRW soll bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 verringert werden. Diese Zielmarken entsprechen den Klimaschutzbestrebungen auf internationaler und nationaler Ebene. Mit der Politik der Landesregierung ist das nicht zu schaffen.

Leitmotiv des Engagements des Landes Nordrhein-Westfalen bei der UN-Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn war es, gute Klimaschutzideen, -Projekte und -Innovationen für die internationalen Gäste zu zeigen. Zu diesem Zweck wurden 18 Exkursionen zu 33 Projekten in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Über 700 internationale Delegierte, Beobachter und Journalisten sind durch das Land gereist. Energieberater und Dolmetscher begleiteten die Reisen. Die Ziele der Exkursionen waren Dortmund, Köln, Erkrath, Remscheid, Bonn, Bottrop, Essen, Köln-Porz, Rheinbach, Jülich, Leverkusen, Hilden, Wuppertal, Saerbeck, Lindlar, Grevenbroich, Bedburg, Finnentrop, Aachen, Düsseldorf, Essen und Duisburg.

Im KStA konnten wir lesen: „Laschet: NRW Vorreiter im Klimaschutz: Nordrhein-Westfalen sei das beste Beispiel dafür, dass sich Ökologie, Wirtschaftlichkeit und nachhaltige Energieproduktion nicht widersprechen müssten. Das bevölkerungsreichste Bundesland sei auf dem richtigen Weg in ein neues Zeitalter der Nachhaltigkeit“ Hoffentlich sind das keine Sonntagsreden!

Wir in Neunkirchen-Seelscheid sollten uns gute Ideen und Beispiele anschauen um eine Klimakommune zu werden. Das könnte der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Entwicklung der neuen Baugebiete sein.

Ein schönes Wochenende!

Tarja Palonen-Heiße

 

Saerbeck, die Klimakommune ist nominiert für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2017.

Link: http://www.klimakommune-saerbeck.de

 

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