Land der Chancen von Anfang an

Ein Kapitel unseres NRW Wahlprogramms

Bildung beginnt für uns GRÜNE mit der Geburt.

Wir stärken Familien den Rücken, damit alle Kinder in unserem Land gleiche Chancen erhalten. Die ersten Lebensjahre sind entscheidend. Hier sorgen wir für einen grundlegenden Wandel in den Kitas – wir setzen auf Qualität und mehr Erzieher*innen – im Mittelpunkt steht dabei stets das einzelne Kind mit seinen Bedürfnissen. Genau so geht es auch in der Schule weiter. Nicht das Kind muss sich der Schule anpassen, sondern die Schule dem Kind. Schule ist mehr als die Aneinanderreihung von 45-Minuten-Einheiten. In der Schule findet Zukunftslernen statt, sie ist Lern- und Lebensraum. Dabei setzen wir darauf, dass Kinder und Jugendliche länger gemeinsam lernen und jedes Kind seine Talente entfalten kann.

Kleinere Kita-Gruppen mit längeren Öffnungszeiten

Zur Bildungsgerechtigkeit gehört nicht nur der weitere Ausbau von Kitaplätzen, sondern wir brauchen eine qualitativ gute Kita, damit alle Kinder besonders gut gefördert werden. Außerdem sollen die KiTas flexiblere Betreuungszeiten anbieten, damit Beruf und Familie besser vereinbar sind.

Ausbau der Ganztagsschule

Der Offene Ganztag in der Grundschule und der gebundene in der Sekundarstufe I sind ausgebaut worden. Diesen Ausbau wollen wir weiter fördern. Außerdem wollen wir die Qualität der Ganztagsangebote verbindlicher festlegen und sichern. Wir wollen das Erfolgsprojekt Offene Ganztagsschule weiterentwickeln und Schulen, freien Trägern und Kommunen die Möglichkeit geben, über den ganzen Tag Ganztags-Angebote sicherzustellen, insbesondere durch eine gesicherte Finanzierung von Vollzeitstellen sozialpädagogischen Personals.

Individuelle Lernzeiten für jedes Kind

Es ist nicht wichtig, ob Kinder 12, 13, oder 14 Jahre in die Schule gehen. Wichtig ist, dass sie den besten Abschluss schaffen, den sie jeweils individuell erreichen können – was nicht bedeutet, dass alle Abitur machen werden. Wir GRÜNE wollen deshalb jedem Kind eine an seine individuellen Voraussetzungen angepasste flexible Schulzeit ermöglichen. Den unproduktiven Streit über G8/G9 wollen wir beenden.

Das Recht aller Kinder auf individuelle Förderung, wie es im NRW-Schulgesetz festgelegt ist, muss deshalb zu einem Recht auf die individuelle Lernzeit werden. Die Grundschule mit der flexiblen Eingangsphase macht es vor – die Kinder können die früheren ersten beiden Schuljahre heute in ein bis drei Jahren durchlaufen. Diesen Reformansatz wollen wir für alle Schulen der Sekundarstufe I und II angemessen entwickeln. Damit erhöhen wir die Durchlässigkeit des Systems und gewährleisten die Mobilität der Schülerinnen und Schüler.

Die Schule beginnt wieder am kommenden Montag. Wir wünschen ein erfolgreiches Schuljahr 2017.

Gunter Gallasch

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