Lass es summen! Eine gelungene Veranstaltung!

Gärten und Freiflächen Insekten freundlich gestalten

Am Mittwoch, den 7.3.2018 fand in der Alten Schule auf Einladung vom Bienenzuchtverein Neunkirchen-Seelscheid ein bemerkenswerter Vortrag von Barbara Stark statt.

Das Interesse war sehr groß, der große Raum in der Alten Schule war vollbesetzt. Die Veranstalter überrascht von den vielen interessierten Bürgern.

Die Vortragende zeigte Bilder von Naturgärten und führte aus welche Möglichkeiten wir Haus- und Grundstücksbesitzer haben unsere Gärten umzugestalten, damit die Artenvielfalt wieder zunimmt und die Bienen und Insekten wieder größere Chancen zu bekommen.

Am Ende der Veranstaltung gab es Gras- und Blumensamen für die ersten Eigenversuche im häuslichen Garten.

Unter www.bluehendelandschaft.de und www.BarbaraStark.de können Samen und Informationen nachgeordert werden.

Wir GRÜNEN hoffen, dass reichlich davon Gebrauch gemacht wird.

Minister streiten nach EU-Warnung über Pestizidverbote

Die Warnung einer EU-Behörde vor bestimmten Insektenvernichtungsmitteln hat einen Streit in der Bundesregierung ausgelöst.

Der Streit verlief entlang der klassischen Konfliktlinie: Umweltministerin Barbara Hendricks forderte ein Verbot von Pestiziden auf Basis sogenannter Neonikotinoide. Dem widersprach der Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, der ein mögliches Verbot von weiteren Prüfungen abhängig machen wollte. Den Konflikt ausgelöst hatte eine Untersuchung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Demnach sind Neonikotinoide eine Gefahr für Bienen, die als Bestäuberinsekt von großer Bedeutung für Natur und Landwirtschaft sind.

Der Einsatz von Nikotinoiden in der Landwirtschaft ist seit Jahren umstritten. Die EU-Kommission hat deswegen Einschränkungen bei der Anwendung des Insektengifts erlassen. Das Mittel wird von mehreren Konzernen hergestellt, darunter Bayer und Syngenta. Die EFSA hat insbesondere die Auswirkungen der Neonikotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam unter die Lupe genommen. Demnach sind Bienen besonderen Gefahren ausgesetzt, wenn die Mittel auf blühenden Getreidefeldern eingesetzt werden. Nächsten Monat soll im EU Ständigen Agrarausschuss der Vorschlag der Kommission für ein Verbot der drei Substanzen diskutiert werden.

UN führt Weltbienentag ein

Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Der Vorschlag kam aus Slowenien und wurde von allen EU-Mitgliedstaaten unterstützt.

“Neonikotinoide schaden Bienen und Hummeln. Damit muss die Freilandanwendung dieser Stoffe nun verboten werden”, forderte Hendricks. Schmidt habe bereits ein Ja zum Verbot angekündigt. “Nach der heutigen Mitteilung der EFSA steht seinem Ja nun nichts mehr im Wege.” Der CSU-Politiker reagierte jedoch verhalten: Der EFSA-Bericht zunächst von dem dem Ministerium unterstehenden Julius-Kühn-Institut geprüft. “Das Ergebnis dieser Prüfung wird in die deutsche Position für die entscheidungsrelevanten Sitzungen einfließen”, sagte Schmidt mit Blick auf den EU-Agrar-Ausschuss. “Wir wollen alle eine verträgliche Koexistenz zwischen Landwirtschaft und Bienen sowie anderen Bestäubern”, erklärte Schmidt.

Mal sehen wie die neuen Minister sich verhalten werden.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erklärte zu einem möglichen Verbot der Neonikotinoide: “Wenn wir dadurch aber eine effektive Wirkstoffgruppe verlieren, um unsere Pflanzen vor Schädlingen zu schützen, ist es jetzt eine echte Herausforderung, Alternativen zu entwickeln und neue Produkte schnell zur Zulassung zu bringen.”

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert ein Verbot des Einsatzes von Neonikotinoiden. Die Umweltschützer verweisen auf die dramatischen Auswirkungen auf Bienenvölker

Keine Ausreden mehr – Bienenkiller müssen jetzt vom Acker!

Gunter Gallasch

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