NRW Windkraft

 Experten zerpflücken Schwarz-Gelbe Windkraft Pläne

Chaos in den Kommunen, verunsicherte Verbraucher und eine Zukunftsbranche in Sorge: wie schlecht die schwarz-gelbe Landesregierung für NRW ist, hat sich jetzt erneut am Thema Windkraft gezeigt. Bei einer Anhörung nahmen Expert*innen aus allen betroffenen Bereichen den von Minister Pinkwart geplanten Windenergie-Erlass auseinander.

Die Ablehnung der Expert*innen war deutlich und lässt keinen Interpretationsspielraum: Juristen, Planungsbüros, Kommunen, Energieversorgungsunternehmen, Windparkbetreiber und Naturschutzverbände kritisieren die geplante Fesselung der Windenergie in NRW.

Große Einigkeit herrschte unter den Sachverständigen zum Beispiel bei der Kritik an der geplanten Abstandsregelung zur Wohnbebauung. Die drei kommunalen Spitzenverbände machten sehr deutlich: Sie halten die von Wirtschaftsminister Pinkwart und Schwarz-Gelb im Koalitionsvertrag definierte Abstandsregelung aufgrund ihrer Pauschalität weder für rechtssicher möglich, noch für praktisch sinnvoll.

Tausende Jobs in Gefahr

Hinzu kommt: Die von Pinkwart in das Repowering – also den Ersatz von älteren Windrädern durch neu Anlagen – gesetzten Hoffnungen sind nach Ansicht von Experten nicht erfüllbar. Denn Repowering ist keineswegs einfacher zu realisieren als die Installation an neuen Standorten. Branchenverbände hatten schon nach dem Bekanntwerden des Koalitionsvertrages gewarnt, dass der schwarz-gelbe Kahlschlag beim Thema Windkraft tausende Arbeitsplätze in NRW gefährdet.

„Es ist mehr als erstaunlich, wie CDU und FDP aus der Anhörung vom 13.12.2017 Unterstützung für ihre umstrittenen Windenergie-Pläne herauslesen können.

Die Landesregierung muss die vorgeschlagenen Änderungen ausnahmslos zurücknehmen – zum Schutz des Klimas und von Arbeitsplätzen in NRW. Ansonsten wird NRW seine Ziele zum Ausbau der Windenergie nicht erreichen können.“ so Wibke Brems Energieexpertin GRÜNE

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